TOBIAS SEBASTIAN MUELLER | Federal Foundation for the work-up / Germany Berlin

Federal Foundation for the work-up / Germany Berlin

What has it been for real? What meant the Berlin Wall actually to the people that could not pass it?

It was architecture of Erniedriegung in its perfection.

Not having almost three meters but being uncrossable had to mean a lot to people that were trying to get out of the DDR.

The levering Wall is a Monument that works with the Berlin Wall and helps to understand what the wall really meant and how it did feel….

 

Erläuterung: Neuer Mauerabschnitt/ Geschichtscodes 2013

 

 

 

Eigentliches Hindernis war nicht die Mauer, sondern die Diktatur, die dahinter stand und wie eine mächtige Guillotine über der lediglich 3,60 m hohen Trennung zwischen West und Ost schwebte. Der neue Mauerabschnitt aus Weissbeton wird von der horizontal nach hinten laufenden Treppe knapp über der Berliner Mauer gehalten. Die alte Grenzmauer wird dadurch als selbst zum Denkmal gewordenes Bauwerk betont und erhält mit der sehr massiv wirkenden Installation, die um einiges höher ist als die Mauer ihre wahre gefühlte Unüberwindlichkeit und vermittelt zugleich Angst und Ehrfurcht bei der Vorstellung sich unter dem schwebenden Monolithen über die Mauer zu quetschen. Zwischen dem zum Denkmal gewordenen und dem Denkmal ist nur eine Fuge der Demütigung für alle die daran dachten durch sie in die Freiheit zu kommen und der sich darüber erstreckende Monolith eine erhobene Hand, die an jene erinnert, die es versucht haben und kläglich scheiterten. Nachts kann die Oberfläche des Kubus als Projektionsfläche digitaler Installationen, die der Aufarbeitung des Themas zugrunde liegen, dienen. Die Verortungsmöglichkeit 2 an der East Side Gallery setzt den kompletten Mauerzug in ein neues Licht und hilft dem Besucher/ Bewohner/ Tourist zu verstehen, dass es sich hierbei nicht nur um eine bemalte Mauer handelt, sondern um ein Stück zu erhaltender Geschichte, das unter keinen Umständen den Interessen von Bauinvestoren zum Opfer fallen sollte.

Die Verortungsmöglichkeit 1 an der Niederkirchnerstraße 8 beruft sich auch auf eine der wenigen Mauerüberreste in Berlin und hat an diesem Ort den interessanten Ansatz im Zusammenspiel mit dem Neubau der Stiftung Topografie des Terrors einen Anschluss an diese Zeit zu schaffen indem sich der tragende Treppenarm der Skulptur von Zumthors Entwurfsareals aus über den Ausstellungsgraben mit den Resten der Berliner Mauer erstreckt.